Fenchel – Gemüse mit Aroma und Vitaminen im Überfluss

Das wunderbare Anisaroma des Fenchels hat es so manchem angetan, und seit Jahren wird das Gemüse immer beliebter. Der bei uns erhältliche Fenchel ist der Gemüsefenchel bzw. auch Zwiebelfenchel genannte. Er ist im Aroma etwas milder als die Wildsorte. Auch der Fencheltee wird nicht daraus hergestellt, denn dazu nimmt man süßen Fenchel, auch Gewürzfenchel genannt. Wer also aus dem Kraut des Gemüsefenchels einen Tee zubereiten will, wird zwar um eine Erfahrung reicher, erhält aber nicht das gewünschte Getränk.

Fenchel

Bekommen kann man Fenchel inzwischen fast das gesamte Jahr. Erntezeit in den Hauptanbauländern Frankreich, Spanien und Italien ist etwa von Oktober bis Mai. In Deutschland erntet man ihn fast den gesamten Sommer hindurch. Frische sollte also immer garantiert sein, aber besser ist es, man achtet bewusst darauf.

Frischer Fenchel zeigt eine schöne weiße Knolle, die Blätter leuchten grün und die Blattstiele sind hellgrün. Beschädigungen der Knolle und Druckstellen sollte es nicht geben, und die Schnitte dürfen auf keinen Fall vertrocknet sein. So frisch wie man den Fenchel einkauft bleibt er nicht besonders lange. Man kann ihn zwar für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren, aber er wird dort sehr schnell trocken. Also am besten kaufen und direkt etwas richtig Leckeres damit anstellen.

Bei Vitaminen ein Überflieger – und Low Carb obendrein

Fenchel ist nicht nur aromatisch, sondern auch außerordentlich gehaltvoll, was die Vitamine anbelangt. 100 Gramm Fenchel enthalten ca. 93 mg Vitamin C – die gleiche Menge Orange enthält dagegen lediglich 50 mg. Um in den Genuss von möglichst viel dieses Vitamin C zu gelangen, sollte man den Fenchel niemals zu stark oder zu lange erhitzen und kochen schon gar nicht. Dünsten, am besten in einem Dampfgarer, bekommt ihm und den Vitaminen am besten.

 

Außer Vitamin C enthält Fenchel noch reichlich Vitamin A und E, Folsäure und Eisen. Eisen aus pflanzlichen Quellen findet den Weg in den Körper nicht so leicht wie das aus Fleisch. Dies ist aber kein Grund Eisenmangel zu befürchten, wenn man sich vegetarisch oder vegan ernährt – besonders nicht beim Fenchel, denn Eisen kann mit Hilfe von Vitamin C sehr gut vom Körper aufgenommen werden. Flexitarier, Vegetarier oder Veganer brauchen hier also nichts zu befürchten. Angenehme Wirkung entfalten auch die ätherischen Öle im Fenchel. So wie beim Fencheltee wirken sie unter anderem lindernd bei Blähungen.

Wenn Diät oder Training den Blick auf den Kohlenhydratgehalt von Nahrungsmittel erfordern, dann ist Fenchel ein guter Freund: Mit nur 0,7 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm ist er sowas von Low Carb und sowas von lecker – langweilige Low-Carb-Küche muss da einfach nicht sein.

Fenchel richtig zubereiten

Zur Vorbereitung wäscht man den Fenchel und entfernt eventuell angewelkte Blätter. Wurzelansatz und Strunk entfernt man so spät wie möglich, damit beim Zerteilen nicht die ineinander geschichteten Schalen auseinanderfallen. Zum Braten oder Dünsten teilt man den Fenchel in zwei Hälften und schneidet danach dickere Spalten daraus. Diese sind im Steamer in wenigen Minuten gar. Für den Salat sollten die Scheiben sehr dünn sein, man kann ganz nach Geschmack auch Würfel daraus schneiden.



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