Dörrautomat – Gemüse, Obst und Kräuter in Rohkost-Qualität trocknen

Der Dörrautomat bringt die wahrscheinlich älteste Technik des Haltbarmachens mit modernem Komfort zusammen. Getrocknete Lebensmittel lassen sich umstandslos lagern, wenn ihnen genügend Feuchtigkeit entzogen wurde. Dabei bleiben nur 10 bis 15 Prozent der ursprünglichen Feuchtigkeit in Obst und Gemüse erhalten, dafür aber der größte Teil der enthaltenen Mineralien, Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe. Geschmacklich erschließen sich mit Gedörrtem mitunter intensive neue Welten, so freuen sich etwa Köche sehr über den kräftigeren Geschmack getrockneter Pilze.
Wenn man bei der Trocknung im Dörrgerät darauf achtet, eine maximale Temperatur von 42°C nicht zu überschreiten, erhält man Resultate in Rohkost-Qualität.

Welcher Dörrautomat für wen?

Es gibt ganz unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten für Dörrautomaten. Rohköstler legen Wert auf die richtige, nämlich möglichst niedrige Dörrtemperatur. Andere trocknen Fleisch zu Beef Jerky oder bereiten im Dörrgerät besonders hochwertiges Hundefutter zu. Dazu sollte es schnell gehen und die Trockentemperatur ausreichend hoch einstellbar sein. Ebenso ist die Geichmäßigkeit der Trocknung bei Fleisch besonders kritisch.

Orange getrocknet

Kräuter lassen sich schneller trocknen, benötigen jedoch andere Trockenunterlagen als etwa grobmaschige Einschübe aus Edelstahl. Wer gelegentlich dörrt oder gerade in das Thema einsteigt, ist gut beraten, sich bei preiswerteren und Einsteigergeräten umzusehen. Sie bieten einen ausreichenden Grundkomfort und in unserer Auswahl auch sehr brauchbare Ergebnisse.

Vielnutzer und Profis, die je nach Saison sehr viel, etwa aus eigener Ernte dörren wollen, stellen in der Regel auch gehobene Ansprüche an einen Dörrautomaten. Diese werden am besten durch hochwertigere, geräumige und technisch leistungsfähigere Geräte erfüllt, die wir in unserer Auswahl ebenfalls zeigen.

Welche Dörrgeräte zeigen wir?

In unserer tabellarischen Übersicht unten präsentieren wir Einsteigern günstige und dennoch leistungsfähige Dörrautomaten unter ca. 55 Euro. Sie bieten alles, was man zum Dörren braucht, haben aber teilweise nicht die hohen Leistungswerte, die für sehr schnelles Trocknen nötig sind. Mit etwas mehr Dörrzeit erhält man aber auch mit diesen Geräten schöne Ergebnisse.

In unserer Übersicht mit Dörrautomaten über 55 Euro zeigen wir anspruchsvollere Geräte für Vielnutzer. Sie erfüllen höhere Leistungsanforderungen, häufig durch ein sehr überlegtes und von den Herstellern über viele Jahre optimiertes Design, das zu sehr gleichmäßigen und guten Ergebnissen führt.

In unserer Gesamtschau finden Sie noch weitere ausgewählte Dörrautomaten zum Stöbern und für den Vergleich.

Dörrautomaten für unter 55 Euro

Einsteiger und Gelegenheitsnutzer suchen häufig nach preiswerten Dörrautomaten, die dabei natürlich gute Ergebnisse erzielen. Wir zeigen ihnen hier mehrere Geräte, die hinsichtlich Ergebnis, Handhabung und Stromverbrauch empfohlen werden können.

ProduktSeverin OD 2940 Obst-DörrautomatKlarstein Bananarama DörrgerätTZS First Austria FA-5126-2 Dörrgerät
Klarstein Appleberry DörrautomatCamry Dörrautomat
Severin OD 2940 Obst-Dörrautomat, weiß / 250 WKlarstein Bananarama DörrautomatTZS First DörrautomatKlarstein Appleberry DörrautomatCamry Dörrautomat
Dörrtemperaturen: maximal ca. 85°C (unten), 70°C (oben), nicht einstellbar40°C bis 70°C35°C bis 70°C45°C und 70°C, 2 Stufen fest35°C bis 70°C
Timer: jajaneinjanein
Leistung:250 Watt550 Watt240 Watt400 Watt300 Watt
Aufsätze: 5 Stück, höhenverstellbar6 Stück, 2 verschiedene Stapelweisen5 Stück, höhenverstellbar4 Stück, höhenverstellbar5 Stück
Abmessungen: 32,9 x 32,9 x 19 cm29,5 x 22,5–29 x 43,5 cm32 x 32 x 31 cm30,5 x 30 x 31 cm43 x 30 x 20 cm
Gewicht:2,5 Kg3,4 Kg1,7 Kg2,1 Kg3,8 Kg
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Dörrautomaten für über 55 Euro

Fortgeschrittene und Vielnutzer dörren gerne etwas mehr und benötigen dafür Dörrautomaten mit mehr Platz oder möchten einfach mehr Komfort. Wir zeigen ihnen hierzu Geräte, die verschiedenen Ansprüchen entgegenkommen, aber alle gemeinsam haben, dass sie zuverlässige Ergebnisse liefern.

ProduktRommelsbacher Dörrautomat DA750Sedona Dörrgerät 56401Dörrgerät Stöckli Dörrex 0075.72 Dörrautomat stufenlos regelbar
Stöckli Dörrgerät Dörrex 0076.72 M mit Timer und 3 MetallgitternExcalibur Dörrgerät 56304 mit 4 Einschüben ohne Zeituhr
Rommelsbacher Dörrautomat DA750Das Sedona DörrgerätDer Stöckli Dörrex DörrautomatStöckli Dörrgerät mit Timer Das Excalibur – alimentaeres Doerrgeraet
Dörrtemperaturen: 40°C, 60°C, 80°C30°C bis 68°C30°C bis 70°C30°C bis 70°C26°C bis 63°C
Timer: jajaneinjanein
Leistung:250, 500, 700 Watt550 Watt600 Watt600 Watt220 Watt
Aufsätze: 1-4 Stück, erweiterbar bis 89 Stück3 Stück, erweiterbar auf bis zu 103 Stück, erweiterbar auf bis zu 104 Stück
Abmessungen: 33 x 34 x 34 cm43,3 x 50 x 37 cm34,5 x 34,5 x 28,6 cm35,2 x 35 x 28,8 cm33 x 42 x 18 cm
Gewicht:2,8 Kg10,6 Kg3,5 Kg3,6 Kg3,7 Kg
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Severin OD 2940 Obst-Dörrautomat

Budget-Tipp der Redaktion
Severin Dörrgerät

Dieser Severin Dörrautomat eignet sich prima gerade für Einsteiger, dank seiner sehr verständlich verfassten Anleitung und einem sehr entgegenkommenden Preis auch für schmale Budgets. Die Bauweise ist einfach, aber deswegen keineswegs unsicher.

Wenn man ein paar Regeln beachtet, erreicht man sehr gute Trockenergebnisse. Dörrobst, gedörrte Pilze oder Beef Jerky – das alles kann er sehr gut. Auf eine Zeitschaltuhr muss man verzichten, aber das tut den Trockenergebnissen keinen Abbruch. Die Temperatur ist nicht regelbar und zu hoch für Rohkost, für alle Nicht-Rohköstler aber völlig in Ordnung.

Details Severin Obst-Dörrautomat

Sedona Dörrgerät 56401

Sedona Dörrautomat

Der Sedona-Dörrautomat ist ein großer Könner, den Fortgeschrittene Nutzer und Anspruchsvolle sehr zu schätzen wissen. Wer viel Obst, Gemüse oder Kräuter trocknet und dafür auch mehr Fläche benötigt, der kann sich auf 9 Trockengittern mit fast einem Quadratmeter Fläche „austoben“. Schnellere Dörrzeiten erreicht man für kleinere Portionen, die mit weniger Einschüben gedörrt werden.

Die Trockendauer und die Temperatur können mit sehr wenig Aufwand eingestellt werden. Das sehr gleichmäßige Dörr-Resultat ermöglicht es , sehr schnell Erfahrungen mit optimalen Dörrzeiten für das jeweilige Obst oder Gemüse zu machen. Das Trockenverfahren mit horizontal strömender warmer Luft sorgt für superbes Dörrobst und schmackhafte getrocknete Kräuter.

Details Sedona Dörrgerät

Dörrgerät Stöckli Dörrex 0075.72 Dörrautomat stufenlos regelbar

Kaufempfehlung der Redaktion
Stöckli Dörrex 0075.72 Dörrautomat

Bis zu 1,5 Kilogramm Trockengut verarbeitet der Dörrautomat Dörrex von Stöckli mit einer zwischen 30 und 70°C regelbaren Trockentemperatur. Damit eignet er sich auch für alle, die in Rohkostqualität trocknen wollen, also bei einer Trockentemperatur von unter 42°C.

Die Anleitung ist ausführlich, verständlich und hilfreich. Sie ist gut bebildert und enthält neben Grundsätzlichem zum Thema Dörren auch Rezeptvorschläge. Der Stöckli Dörrex kann von den mitgelieferten 3 Trockenaufsätzen bis auf 10 erweitert werden.

Details Dörrgerät Stöckli Dörrex

Stöckli Dörrautomat Dörrex 0076.72 M mit Timer und 3 Metallgittern

Stöckli Dörrgerät Dörrex 0076.72 Dörrgerät

Dieser Dörrautomat von Stöckli, ebenfalls aus der Dörrex-Reihe, ist noch etwas umfassender ausgestattet. Die Trockensiebe sind aus Metall, und einen Timer hat er zusätzlich. Auch dieser Dörrautomat kann auf bis zu 10 Trockengitter aufgestockt werden. Man kann also klein anfangen, und das Gerät bleibt einem treu, auch wenn die Lust auf Gedörrtes wächst.

Wie bei Stöckli üblich, ist die Anleitung eine gute Einführung ins Thema und klärt alle gerade für Anfänger wichtige Fragen. Die wichtigsten Dörrzeiten sind sogar auf dem transparenten Deckel des Dörrgeräts ablesbar.

Details Stöckli Dörrautomat Dörrex

Excalibur Dörrgerät 56304 mit 4 Einschüben

Excalibur Dörrgerät

Zwar ohne Timer, jedoch wie Sedona mit horizontaler Belüftungsrichtung ist das Excalibur Dörrgerät ein Werkzeug für Anspruchsvolle und Dörr-Erfahrene. 3 Einschübe erlauben die Trocknung von Lebensmitteln auf bis zu 0,3 Quadratmetern.

Rohköstler kommen auf ihre Kosten, denn die Temperatur lässt sich stufenlos von 26 bis 63°C regeln. Wenn ein Dörrgut besonders intensive Trocknung benötigt, kann man diese erreichen, indem man nur einen der Einschübe benutzt.

Details Excalibur Dörrgerät

Klarstein Bananarama Dörrgerät

Klarstein Bananarama Dörrautomat

Leise und geräumig ist der Dörrautomat Klarstein Bananarama. Die Trockenaufsätze mit verstellbarer Höhe erlauben auch die Trocknung von etwas raumgreifenderem Dörrgut, ohne dass es eng wird. Die gemessene effektive Trockentemperatur liegt zwischen 50 und 55°C.

Für ein Dörrgerät zum Budget-Preis ist der Bananarama von Klarstein bemerkenswert geräumig. Die Leistung von 550 Watt genügt, um dabei gute Trockenergebnisse bei Obst, Gemüse und Fleisch gleichermaßen zu erzielen.

Details Klarstein Bananarama Dörrgerät

Rommelsbacher Dörrautomat DA750

Rommelsbacher Dörrautomat DA750

Der Rommelsbacher Dörrautomat punktet sehr hoch mit einer raffinierten Bauweise, danke derer die trocknende Warmluft so gleichmäßig über die einzelnen Aufsatz-Etagen geleitet wird, dass von unten bis oben gleich gute Ergebnisse beim Dörren erzielt werden können, ohne dass zwischendurch die Reihenfolge der Aufsätze getauscht werden muss.

Der Dörrautomat hat einen Timer und die Leistung ist in drei Stufen einstellbar. Er wird mit 4 Aufsätzen geliefert, kann jedoch mit bis zu 8 betrieben werden und erlaubt damit auch die Trocknung sehr ansehnlicher Mengen von Obst und Gemüse, wenn die Erntesaison ihn fordert.

Details Rommelsbacher Dörrautomat

TZS First Austria FA-5126-2 Dörrgerät

TZS First Dörrautomat

Noch nie gedörrt, aber Lust drauf? Mit dem TZS First Austria Dörrgerät gelingt der Einstieg für die Anfängerin und den Anfänger. Einzig auf den Timer muss man verzichten, aber sonst hat das Dörrgerät alles und das reichlich. 5 Dörraufsätze sind im Lieferumfang enthalten, aber man kann auch mit jeder anderen Anzahl von 1 bis 4 Dörretagen hervorragend trocknen.

Die Leistung ist der Wattzahl nach sehr gering und gemessen am Ergebnis sehr gut: Obst und Gemüse werden prima, einfach zwischendurch das Dörrgut beobachten und eventuell betasten und man kommt gut zum gewünschten Ergebnis. Die Dörrtemperatur ist regelbar und die Etagen sind sogar höhenverstellbar – ein Komfort, den man zum Einsteigerpreis eigentlich nicht erwarten würde.

Details First Austria Dörrautomat

Klarstein Appleberry Dörrautomat

Klarstein Appleberry Dörrautomat

Ein Dörrautomat in der Einsteigerklasse, der auch noch mit schönem Design punkten kann, – wenn es den Klarstein Appleberry noch nicht geben würde, wäre es höchste Zeit ihn zu erfinden. Eine zweistufige Temperaturregelung und ein Timer sorgen für grundlegenden Komfort, und die Leistung von 400 Watt sorgt für sehr ordentliche Trockenergebnisse.

Dörrobst oder Beef Jerky beherrscht der Klarstein Appleberry gleichermaßen. Dazu kann er mit allen 4 mitgelieferten Aufsätzen betrieben werden oder wahlweise mit nur 1 bis 3. Am besten funktioniert es, wenn man die Dörraufsätze während des Trocknens durchtauscht, um besonders gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen.

Details Klarstein Appleberry Dörrautomat

Camry Dörrautomat 300 Watt

Camry Dörrautomat

Die Dörrtemperatur ist regelbar, jedoch liegt die messbare effektive Mindest-Dörrtemperatur etwas höher als in der Herstellerangabe, nämlich bei ca. 52 statt 35°C. Deshalb sollte, wer Ergebnisse in Rohkostqualität erzielen möchte, auf ein anderes Gerät ausweichen. Wer lediglich trocknen will, aber auf Rohkost keinen Wert legt, der fährt mit dem Camry Dörrautomaten sehr gut.

Dörrfläche bietet das Gerät auch für größere Mengen ausreichend. Mitgeliefert werden 5 Aufsätze, die aber nicht alle gleichzeitig benutzt werden müssen. Das Laufgeräusch während des Betriebs ist angenehm ruhig. Einen Timer hat das Dörrgerät nicht.

Details Camry Dörrautomat

BioChef Arizona Dörrautomat mit 6 Einschüben

BioChef Arizona Dörrautomat trocknet ObstDie Dörrtemperatur ist regelbar ab 35°C und erlaubt damit auch Trocknung in Rohkostqualität. Erfreulich ist das gleichmäßige Ergebnis, auch bei vollständiger Belegung der sehr großzügigen Fläche von mehr 0,55 Quadratmetern. Die Trockengitter sind aus Edelstahl und damit natürlich  BPA-frei. Der Stromverbrauch ist für die Trockenqualität sehr niedrig und die Betriebskosten sind somit überschaubar.

Der BioChef Arizona verfügt nicht über einen Timer. Man kann diesen Umstand beheben, indem man eine preiswerte Zeitschaltuhr zwischen Steckdose und Dörrautomat steckt. Der Aufpreis ist sehr gering und das Dörrgerät noch immer eine bedenkenswerte Alternative zu teureren Geräten mit ähnlicher Ausstattung.

Der BioChef verfügt nämlich über eine horizontale Warmluftversorgung, die hohe Gleichmäßigkeit bei der Trocknung garantiert. Dies und die großzügige Fläche und die Edelstahlauflagen rücken ihn eher in den Bereich der Profigeräte. Der Preis liegt oberhalb der Budget- und Einsteigerdörrgeräte, aber noch deutlich unterhalb der Premiumklasse, in der der BioChef aber nach Ausstattung und Ergebnis mitspielt.

Details BioChef Dörrautomat

Klarstein Valle di Frutta Dörrautomat Edelstahl

Klarstein Valle di Frutta trocknet ObstDörrautomat in der Einsteigerklasse mit niedrigem Stromverbrauch und sehr reichlich Platz auf fünf Aufsätzen mit ca. 0,4 Quadratmetern Fläche. Trocknet jedes gängige Dörrgut und erzielt dabei ordentliche Ergebnisse. Trocknung ist auch mit weniger als fünf Aufsätzen möglich, kleinere Portionen und damit kürzere Trockenzeiten sind also ohne weiteres machbar.

Die einfache Bedienung über zwei Tasten ist angenehm für alle, die Technisches sonst abschreckt und die Bedienungsanleitung zweisprachig (deutsch und englisch) verfügbar. Zudem arbeitet der Dörrautomat mit recht leisem Betriebsgeräusch und wiegt recht wenig, was beim Aufbauen und ggf. wieder Verstauen sehr praktisch ist.

Details Klarstein Valle di Frutta Dörrautomat

Dörrautomat – Trocknung und Konservierung

Dass getrocknetes Obst ebenso gesund ist wie frisches, ist inzwischen allgemein bekannt. Abgesehen davon, dass man sich mit Trockenobst etwas Gutes tut, schmeckt es einfach als Snack zwischendurch und hat trotz seines Fruchtzuckergehaltes einen niedrigen glykämischen Index. Selbstgetrocknete Apfelchips schmecken also nicht nur toll, sie lassen sich auch reuelos genießen.

Dörrobst Arrangement

Das Dörren ist wahrscheinlich die älteste Technik, um Lebensmittel haltbar zu machen. Bei der Konservierung mittels Trocknung wird dem Dörrgut Feuchtigkeit entzogen. Das heißt, überall, wo es ausreichend warm und belüftet ist, lässt sich Selbstgeerntetes oder saisonal gut Verfügbares trocknen, um es hinterher zu lagern und nach Bedarf zu verbrauchen.

Die Haltbarkeitsdauer von etwa einem Jahr – bei richtiger Trocknung und angemessener Lagerung – trägt dazu bei, dass das Dörren sich sehr harmonisch in den Kalender einfügt. Im Jahreslauf ist es, wenn man Selbstangebautes trocknet, stets zur gleichen Zeit zwischen den Ernten bzw. nach der Ernte gelegen. Stadtmenschen müssen das Gefühl, auf natürliche Weise „mit dem Kalender“ zu gehen deswegen aber nicht missen.

Wer saisonal einkauft und trocknet bringt den eigenen Ernährungsplan erfahrbar in Einklang mit den natürlichen Abläufen, aus denen unsere Nahrung hervorgeht. Wer damit einmal begonnen hat, kehrt in der Regel nicht mehr zurück zu geschwefeltem Trockenobst aus der Packung.

Dörren steigert Geschmackserlebnis

Es ist eine unnötige Befürchtung, dass das Dörren Im Dörrautomaten den Geschmack negativ beeinträchtigt. Der Geschmack des Dörrguts bleibt erhalten, und niemand muss Abstriche im Genuss hinnehmen, wenn Getrocknetes auf dem Speiseplan steht. Im Gegenteil – häufig verstärkt der Dörrprozess den Geschmack sogar spürbar. Alle Inhaltsstoffe des Dörrguts rücken sozusagen durch die Trocknung auf engeren Raum zusammen, kein Wunder also, wenn der Geschmack stärker wird.

Sehr vorteilhaft ist dieser Umstand für getrocknete Würzkräuter, aber auch für Pilze. Wer die Erfahrung noch nicht gemacht hat, sollte es einmal versuchen: Selbstgetrocknete Champignons oder Steinpilze machen schon in überschaubaren Mengen von nur einigen Gramm ein Risotto zu einem überaus erfreulichen Geschmackserlebnis, mit dem man sich selbst und Gäste eindrucksvoll überrascht.

Dörrgut schonen bei richtiger Temperatur

Bei den meisten Dörrautomaten ist die Temperatur regelbar. Das ist ein großer Vorteil, um den gesamten Vorgang an die „Bedürfnisse“ des jeweiligen Dörrguts anzupassen. Bei niedrigen Temperaturen bleiben hitze- oder sauerstoffempfindliche Vitamine wie Vitamin B und C bzw. Vitamine A und D in größerem Maß erhalten als bei höheren Trockentemperaturen – ganz ohne Verlust von Vitaminen geht es aber auch beim Dörren nicht.

getrocknete Gojibeeren

Temperaturen um 40°C helfen dabei, auf schonende Weise Ergebnisse in Rohkostqualität zu erzielen, mit allen positiven Konsequenzen für den Nährstoffgehalt des Dörrguts. Man sollte die Temperatur für die Trocknung im Dörrautomaten jedoch gut informiert wählen. So eignen sich bei Pilzen etwa nur Steinpilze für die Schontrocknung bis maximal 42°C. Für alle anderen Pilze wählt man eine Trockentemperatur ab etwa 50°C.

 

Dörrvorgang

Im Gegensatz zu anderen Konservierungsmethoden wie etwa dem Einkochen, bei dem eine für viele Nährstoffe schädigende Menge an Hitze zugeführt wird, ist das Dörren besonders schonend. Trocknet man sein Dörrgut selbst im Dörrautomaten ist dabei sogar eine vollständige Kontrolle der Wärmezufuhr während des gesamten Dörrvorgangs möglich. Bei gekauftem Dörrobst oder beim Selbertrocknen im Backofen hat man diese Kontrolle nicht.

Fleisch, und Fisch bzw. pflanzliche Lebensmittel wie Früchte und Saaten enthalten in frischem Zustand sehr viel Wasser. Durch Dehydrierung, also Wasserentzug erreicht man ihre Haltbarkeit. Der hohe Wassergehalt bietet nämlich für Schimmelpilze und Bakterien optimale Lebensbedingungen. Daher sind frische Lebensmittel aller Art ohne weitere Behandlung oder Konservierung oft nicht sehr lange haltbar.

Sinkt jedoch der Wassergehalt unter eine bestimmte Grenze – je nach Dörrvorgang und Lebensmittel bis auf etwa 15 Prozent, zum Teil auch deutlich darunter – finden Bakterien keine geeignete Lebensgrundlage mehr und stellen Schimmelpilze ihre Aktivität ein.

Die Trocknung wird erreicht durch die Zufuhr von Wärme bei gleichzeitiger Belüftung des Dörrguts. So kann das Wasser nach und nach verdunsten und die in die Luft aufgenommene Feuchtigkeit abtransportiert werden. Obst, Gemüse und jedes andere Dörrgut verändert durch den Trockenvorgang seine Konsistenz, wird leichter und gewinnt an Festigkeit.

Restfeuchtigkeit im Dörrgut

Auch nach ausgiebigem Trocknen bleibt immer ein Rest von Wasser als Feuchtigkeit im Dörrgut erhalten, da er so fest mit den pflanzlichen Strukturen verbunden ist, dass der Trockenvorgang ihn nicht entziehen kann. Gut Gedörrtes, dem man einen starken Grad von Trocknung sowohl ansieht als auch mit der Fühlprobe durch Betasten nachweisen kann, hat in der Regel eine Restfeuchtigkeit von 15 Prozent und darunter.

getrocknete Apfelringe

Dies ist notwendig und das gewollte Ergebnis des Dörrvorgangs, damit Bakterien und Schimmelpilze nicht weiter überleben bzw. nicht mehr aktiv sein können. Gekauftes Dörrobst dagegen enthält häufig noch eine Restfeuchtigkeit von 20 bis 30 Prozent. Es ist oft also nur angedörrt und damit nicht wirklich optimal für eine längere Lagerung vorbereitet. Daher wird nach industrieller Trocknung meist noch ein zusätzliches Verfahren aufgewendet, um das Dörrgut wirklich zu konservieren. Ein verbreitetes Verfahren dazu ist die Schwefelung.

Asthmatiker und manche Allergiker reagieren auf Geschwefeltes, es ist in solchen Fällen daher anzuraten, die Trocknung selbst vorzunehmen, da durch die genaue Überwachung des Dörrvorgangs in einem Dörrautomaten eine wirkliche Trocknung sichergestellt werden und auf zusätzliche Konservierung verzichtet werden kann.

Dörrverfahren

Das simpelste Dörrverfahren ist sicherlich das Trocknen an der Luft an einem ausreichend warmen und gelüfteten Ort. Dazu wird das Dörrgut so ausgebreitet, dass es berührungsfrei und gut belüftet daliegt oder –hängt, also auf Trockensieben oder an einer Schnur (geht gut mit Apfelringen). Der Nachteil ist, dass dieses Trockenverfahren vergleichsweise viel Zeit beansprucht – Zeit, in der bereits der Schimmelbefall einsetzen kann. Technisch gesehen handelt es sich hierbei um einfache Trocknung und noch nicht um Dörren, da kein technischer Aufwand zur Belüftung oder Heizung betrieben wird.

Etwa schneller geht es bereits, wenn man auf der Heizung dörrt. Dazu legt man einfach Backpapier unter das Dörrgut und trocknet es, während man die Wohnung heizt. Der Vorteil hierbei ist – abhängig von dem, was gedörrt wird –, dass sich dabei in der Wohnung ein sehr angenehmer Duft verbreitet.

Im Backofen geht es schon deutlich schneller: Die Temperatur lässt sich gezielt erhöhen und das Dörrgut kann gut darin ausgebreitet werden. Da für die Belüftung jedoch die Backofentür ein Stück geöffnet bleiben muss, entsteht der Nachteil, dass bei dieser Methode die tatsächliche Temperatur nicht richtig kontrolliert werden kann und der Energieverbrauch sehr hoch ist.

Wer in Rohkostqualität trocknen will, also mit Temperaturen um 40°C, aber keinesfalls darüber, findet in der Backofentrocknung kein geeignetes Verfahren, da es zu unpräzise in der Temperaturregelung ist.

Dörrautomat zur effizienten Trocknung

Hier kommt der Dörrautomat ins Spiel: Er bietet optimierte Bedingungen für die Trocknung von jederlei Dörrgut. Dörrgitter und Dörrsiebe werden entweder über einer unten im Gerät angebrachten Heizlüftung gestapelt oder frontal in ein backofenartig gebautes Gerät eingeschoben, das als alternative Bauweise die warme Luft horizontal und besonders gleichmäßig über das Dörrgut strömen lässt.

Dörrobst

Die Temperatur lässt sich je nach Gerät und dafür aufgewendetem Budget mehr oder weniger umfassend regeln. Nicht alle Dörrautomaten erlauben Trockentemperaturen, wie sie für die Trocknung in Rohkostqualität notwendig sind. In unserem Überblick zeigen wir Dörrautomaten, die dies können – es gibt sie in jeder Preisregion, und auch ein Budget-Gerät muss kein stur vor sich hin kochender Heizlüfter sein, im Gegenteil.

Wer viel und regelmäßig dörrt, dem kann man nur zu einem Gerät mit entsprechendem Raumangebot und großer Dörrsiebfläche raten. Auch das Laufgeräusch wird bei regelmäßiger Benutzung eine etwas größere Rolle spielen, als bei der unregelmäßigen Verwendung für ein paar Apfelchips oder Gewürzkräuter.

Was allerdings auf alle Dörrautomaten zutrifft, ob groß oder klein, Budget-Ausführung oder die Version für den Dörr-Profi: Sie müssen nicht notwendigerweise viel Strom fressen, und die meisten tun es auch nicht. Man erreicht mit einer Leistung von mitunter deutlich unter 500 Watt eine sehr gute Trocknung. Teilweise verbrauchen Geräte kaum über 200 Watt – und selbst die nur bei hoher Temperatur.

Was eignet sich zum Dörren?

Grundsätzlich eignen sich alle Sorten Obst und Gemüse. In Scheiben oder Stücken vorbereitet erzielt man gute Ergebnisse, wenn die Trocknung vollständig verläuft. Obst lässt sich auch als Püree aus einer Unterlage mit Backpapier dünn ausstreichen und zu Fruchtleder trocknen. Es müssen aber gar nicht immer Obstsorten aus dem heimischen Garten sein. Auch exotischere Früchte wie Mango, Papaya, Ananas oder Kumquats geben wunderbares Dörrobst ab. Ebenso eignen sich Nüsse zum Dörren.

Aus Pilzen lassen sich intensiv schmeckende Trockenpilze herstellen, die besonders in Soßen eindrucksvoll zur Geltung kommen. Im Dörrautomaten lassen sich auch Kräuter aus dem eigenen Gewürzgarten auf der Fensterbank oder dem Balkon schonend konservieren. Manchmal ist die Ernte größer als der aktuelle Bedarf, da bietet das Dörren der Kräuter einen Ausweg der direkt zu schönen Vorräten statt zu Verwelktem führt.

Fisch und Fleisch lässt sich zu Beef Jerky, Trockenfleisch, und Stockfisch verarbeitet werden. Hundebesitzer nutzen das Dörren gerne, um kontrollieren zu können, welches Futter ihr Hund erhält und stellen entsprechend regelmäßig auch größere Mengen Trockenfleisch her. Gerade bei der Trocknung von Fleisch und Fisch sollte jedoch darauf geachtet werden, dass hierbei keine besonders angenehmen Düfte entstehen. Ein entsprechender Ort sollte für die Aufstellung des Dörrautomaten gewählt werden. Eine Aufstellung im Freien zieht möglicherweise Insekten an, auch dieser Umstand verdient Beachtung bei den Überlegungen zu einem geeigneten Ort.

Vorbereitung von Dörrgut

Die Ernte von Gemüse und Obst, das zum Dörren verwendet werden soll, muss an trockenen Tagen stattfinden, da verregnete Früchte schneller verderben. Fallobst sollte ebenfalls nicht gedörrt werden. Äpfel und Birnen werden nicht nur in Scheiben geschnitten, sondern vorher auch geschält. Die Schalen werden nämlich beim Trocknen zäh und beeinträchtigen die Freude an den Apfel- und Birnenchips ganz erheblich.

Getrocknete Cranberries

Helle Früchte werden beim Dörren durch Oxidation ziemlich dunkel. Dies verhindert man, indem man sie mit Zitronensaft beträufelt. Als Variante kann man sie auch kurz in Zitronenwasser tauchen und danach mit einem Küchenkrepp überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.

Kräuter können am Stängel getrocknet werden. Geduldige können aber auch die Blättchen abzupfen – beide Methoden führen zu guten Dörrergebnissen. Hülsenfrüchte werden vor dem Dörren blanchiert. Auch Gemüse kann vorher blanchiert werden, es ist aber kein Muss.

Alles, was zum Trocknen in Scheiben oder Stücke geschnitten wird, sollte eine ähnliche Dicke aufweisen, damit der Trockenvorgang möglichst einheitliche Ergebnisse bringt. Unterschiedlich dick geschnittene Apfelringe trocknen auch unterschiedlich schnell, was zur Folge hat, dass ein Dörrvorgang unnötig viel Beobachtung und Betreuung benötigt, bis alles gut getrocknet ist. Am besten schneidet man Äpfel und andere geeignete Früchte mit einer Reibe in gleich dicke Scheiben.

Dörrtemperatur und Dauer der Trocknung

Die Dörrtemperatur sollte nicht zu niedrig sein. Bei Zimmertemperatur dauert der Vorgang nicht nur zu lange, das Dörrgut setzt möglicherweise auch Schimmel an. Auf Schimmel sollte auch beim Dörren selbst immer geachtet werden. Zeigt er sich auch nur an einzelnen Obstscheiben oder Fruchtstücken, sollte die gesamte Bestückung des Dörrautomaten entsorgt werden. Schimmelpilze sind sehr gesundheitsschädlich, und man sollte das Problem Schimmelbefall keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Der Dörrautomat sollte nach einem solchen Ereignis besonders gut gereinigt werden.

Eine zu hohe Dörrtemperatur von 60 bis 70°C, je nach Dörrgut, führt zu unschönen Ergebnissen, da die Früchte einfach nur hart werden und nicht so schön biegsam, wie gute Dörrfrüchte eigentlich sein sollten. Besonders saftige Obstsorten mögen sehr hohe Temperaturen ebenfalls nicht, da bei zu heißer Trocknung der Saft aus platzendem Pflanzengewebe austreten kann.

Den Erfolg des Dörrvorgangs kontrolliert man am besten an einem einzelnen Stück Dörrgut, das man abkühlen lässt, damit es seine endgültige Konsistenz erhält. Gedörrtes ist elastisch, aber nicht so weich, dass es sich wirklich eindrücken lässt und dabei matschig wirkt. Das Stück sollte dann zur Prüfung in der Mitte zerteilt werden, so lässt sich feststellen, ob es bereits durchgetrocknet ist.

Lagerung von Gedörrtem

Gedörrtes sollte immer Luftdicht verpackt und dunkel aufbewahrt werden. Gelangt zu viel Luft daran, zieht es wieder Feuchtigkeit aus der Umgebung und verdirbt. Man kann, um die Restfeuchte möglichst weit zu reduzieren, etwa Pilze nach einer Woche noch einmal nachdörren. So geht man ganz auf Nummer Sicher, was die Vermeidung von Schimmelbefall angeht.

Das abgekühlte Dörrgut sollte in dicht abschließbare Gefäße gefüllt werden. Ungeeignet sind diverse Metallbehälter, da sie sich mit Inhaltsstoffen wie Fruchtsäure nicht gut vertragen. Gläser und Keramikgefäße oder Vorratsdosen aus Plastik und Kunststoff sind da die bessere Wahl. Wichtig ist jedoch wirklich immer der dichte Verschluss. Gedörrtes solltewährend der Lagerung  immer zwischendurch kontrolliert werden. Stellt man fest, dass Restfeuchtigkeit austritt, kann man nachdörren.


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